DAX stabil erwartet – asiatische Börsen mit impulsarmem Handel

DEUTSCHLAND

Vor dem Wochenende dürften keine großen Kurssprünge zu erwarten sein.
Der deutsche Leitindex DAX zeigt sich vorbörslich relativ stabil.
Zwischen Hoffen und Bangen in der Corona-Krise befinden sich Anleger derzeit. Gut zwei Stunden vor dem XETRA-Start taxierte der Broker IG den Leitindex kaum verändert auf 13.089 Punkte. Seit Tagen hält er sich in einer engen Spanne von 13.000 bis 13.300 Punkten, aus der er auch zum Wochenschluss wohl vorerst nicht ausbrechen dürfte. Die laufende Woche würde er derzeit mit einem hauchdünnen Plus beenden. Die Anleger können sich seit Tagen nicht klar entscheiden zwischen der Sorge vor den Auswirkungen hoher Infektionszahlen und der Hoffnung, dass schon bald mehrere Impfstoffe gegen das Virus zur Verfügung stehen werden. Etwas stützend wirkt, dass es die US-Börsen am Vorabend in New York spät in den grünen Bereich schafften.

WALL STREET

Nach dem kleineren Kursrutsch zur Wochenmitte zeigten sich die US-Börsen am Donnerstag fester.
Der Dow Jones eröffnete 0,23 Prozent schwächer bei 29.370,92 Punkten und verlieb lange in der Verlustzone, bis im späten Handel die Käufer den Index ins Plus hievten. Mit einem Aufschlag von 0,15 Prozent ging es bei 29.482,24 Zählern in den Feierabend. Dagegen konnte der NASDAQ Composite deutlichere Gewinne einfahren und mit einem Plus von 0,87 Prozent bei 11.904,71 Punkten schließen.
Zum einen fielen Konjunktur- und Stimmungsdaten gemischt aus. Zum anderen hielten sich mit Blick auf die Pandemie die Pessimisten und Optimisten unter den Anlegern die Waage. Einige waren vorsichtig, da die aktuelle Lage alles andere als rosig ist, womit auch entsprechend wirtschaftliche Sorgen einhergehen. Andere setzten auf vielversprechende Daten zu ersten Impfstoffen und hofften auf ein baldiges Ende der Viruskrise.
Seit dem Ausbruch der Pandemie starben in den USA mehr als eine Viertelmillion mit dem Virus infizierte Menschen und die Lage bleibt weiter alarmierend. Immer noch befänden sich die Vereinigten Staaten an einem „gefährlichen Punkt“ in der Pandemie, sagte etwa Admiral Brett Giroir dem Sender MSNBC. Er gehört der Corona-Arbeitsgruppe im Weissen Haus an. Erst am Vortag wurden in New York wieder die Schulen geschlossen, nachdem in der Metropole die 3-Prozent-Schwelle an positiven Corona-Tests überschritten wurde.
Stimmungsdämpfend wirkte auch, dass in der vergangenen Woche die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend stieg, während Analysten einen Rückgang erwartet hatten. Zugleich aber trübte sich das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia im November weniger als erwartet ein.

ASIEN

Am Freitag zeigen sich die wichtigsten Börsen in Asien schwächer.
Der japanische Leitindex Nikkei verliert 0,42 Prozent auf 25.527,37 Einheiten – der dritte Tag in Folge mit Verlusten. Die Infektionszahlen haben neue Höchststände erreicht in Japan erreicht.
Auf dem chinesischen Festland hingegen zeigt sich der Shanghai Composite 0,29 Prozent fester bei 3.372,90 Punkten. In Hongkong gewinnt der Hang Seng währenddessen 0,28 Prozent auf 26.431,13 Zähler hinzu.
An den asiatischen Börsen setzt sich am Freitag kein einheitlicher Trend durch. Anleger bewegen sich im Spannungsfeld neuer Abriegelungsmaßnahmen – auch in Asien – in der Coronapandemie einerseits und Hoffnungen auf das Zustandekommen eines Konjunkturpakets in den USA andererseits. Dort scheinen sich Demokraten und Republikaner im Kongress angesichts der hohen Corona-Zahlen möglicherweise doch wieder aufeinander zuzubewegen. Allerdings ist ein neuer Disput zwischen der Regierung des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump und der US-Notenbank über die Notwendigkeit der Pandemiehilfen ausgebrochen.
Automobiltitel zählen erneut zu den festesten Werten – befeuert von der Erholung des chinesischen Automobilmarktes und weiteren Kaufanreizen. Immobilien- und Bankenwerte neigen dagegen zur Schwäche. In Hongkong sind Technologietitel gesucht.

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