DAX schwächer erwartet – Nikkei von Gewinnmitnahmen belastet

DEUTSCHLAND

Der deutsche Leitindex kommt auch am Mittwoch kaum vom Fleck.
Der DAX weist vorbörslich kleine Abgaben aus, dabei notiert er knapp oberhalb der 13.000-Punkte-Marke.
Gut zwei Stunden vor dem XETRA -Start taxierte der Broker IG den DAX zwar 0,24 Prozent tiefer auf 13.101 Punkte. Damit zeichnet sich aber ab, dass sich der deutsche Leitindex weiter über 13.000 Punkten behauptet. In der Corona-Pandemie stößt der Impfstoff-Optimismus der Anleger weiter auf das Problem anhaltend steigender Infektionen. Experten zufolge schafft es der DAX derzeit nicht, über die 13.300 Punkte auszubrechen. An diese Marke war er zuletzt jeweils in der Impfstoff-Euphorie heran gelaufen. Andererseits findet er aber nach unten Unterstützung. „Bei Rücksetzern gibt es weiterhin genug Käufer, die den DAX vor einem Absturz bewahren“, sagte Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

WALL STREET

Nach dem Rekordhoch an der Wall Street zum Wochenauftakt scheuten die Anleger an den US-Börsen am Dienstag wieder Risiken.
Der Dow Jones gab im Handelsverlauf um 0,56 Prozent auf 29.783,95 Prozentpunkte nach. Auch der NASDAQ Composite schloss mit einem Abschlag – am Ende ging es um 0,21 Prozent auf 11.899,34 Zähler abwärts.
Damit kehrte sich die Vortagestendenz um, als mit positiven Impfstoffnachrichten die Corona-Gewinner aus dem Technologiesektor hinter den Aktien der „Old Economy“ etwas hinterhergehinkt waren. Teilnehmer sagen, dass sich in nächster Zeit diese Zweiteilung fortsetzen könnte – je nachdem, ob die tagesaktuellen Aussichten auf ein baldiges Ende der Pandemie günstig oder trübe sind.
Händler begründeten die Abschläge mit Gewinnmitnahmen nach den kräftigen Aufschlägen am Vortag. Der Dow hatte da ein Allzeithoch und fast die 30.000er Marke erreicht, der S&P-500 ein Rekord-Schlusshoch. Es sei nicht ungewöhnlich, dass nach der Enthusiasmus-Welle ein wenig Ernüchterung aufkomme, sagt Volkswirt Peter Dixon von der Commerzbank.
Konjunkturseitig hat der US-Einzelhandelsumsatz im Oktober schwächer zugelegt als erwartet, während die Industrieproduktion im gleichen Monat etwas über den Prognosen ausfiel. Unter dem Strich kommen von hier keine Impulse.
Fondsmanager Randeep Somel von M&G Investments erinnerte daran, dass es schwierig werde, in den Industrieländern BIP-Wachstum zu erzielen. Demgegenüber besässen die Technologieunternehmen jene „disruptive Kraft“, die es ermögliche, von anderen Unternehmen und Sektoren Wachstum abzusaugen, auch wenn das BIP nur bescheiden zulege.

ASIEN

Die wichtigsten Börsen in Asien entwickelten sich am Mittwoch unterschiedlich.
Der japanische Leitindex Nikkei verliert 1,10 Prozent auf 25’728,14 Einheiten. Am Vortag hatte der Index erstmals seit 1991 wieder über der 26’000-Punkte-Marke geschlossen.
Nach den höchsten Ständen seit 29 Jahren werden in Tokio gegen den regionalen Trend Gewinne mitgenommen. Begünstigt wird diese Haltung durch steigende Yen-Kurse, die die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Exportindustrie belasten.
Auf dem chinesischen Festland zeigt sich der Shanghai Composite 0,13 Prozent tiefer bei 3’335,42 Punkten aus dem Handel. In Hongkong steigt der Hang Seng derweil um 0,14 Prozent auf 26’452,44 Zähler an.
Händler beschreiben die Stimmung als erstaunlich robust. Denn steigende Sorgen über die in weiten Teilen der Welt unkontrolliert grassierende Corona-Pandemie stünden etwas kritischeren Impfstoffhoffnungen gegenüber. Allerdings bleibe die Corona-Lage in Asien deutlich ruhiger als beispielsweise in Europa und Amerika. Dieser Umstand stütze etwas, heisst es.

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